
Es ist wieder soweit! Am Pfingstwochenende pilgern Tausende ins ansonsten beschauliche Moers am Rande des Ruhrgebiets am Niederrhein. Der Grund: das Jazz Festival Moers – fantastische Musik, bunter Markt, riesige Zeltstadt! Dieses Festival hat sich zu einer Art Volksfest gemausert und an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken! Rund um den Moerser Freizeitpark taucht der Besucher für kurze Zeit in ein buntes Universum: Köstlichkeiten aus aller Welt, Verkaufsstände für exotische Musikinstrumente und Kleidung. Zudem entsteht eine riesige Zeltstadt, deren Atmosphäre unfassbar viele Menschen anzieht. Auf den kostenlosen Campingplätzen heißt es von Freitagabend bis Dienstagmorgen: Nicht nur Party nonstop! Das Jazz Festival Moers ist Treffpunkt für Freigeister, Musiker, Künstler, Verrückte, Punks, Weltenbummler … Und sie alle haben Eines gemein: Sie wollen feiern, tanzen, trinken, Musik hören - machen und sich austauschen. Relax & Enjoy & Have Fun!
Seit den Anfängen im Schlosshof im Jahr 1972 treffen sich mittlerweile mehrere tausend Jazz-Fans jeden Alters im Freizeitpark und genießen die Musik. Was im Kleinen, organisiert von Burkhard Hennen, im Hof des Moerser Schlosses begann, wurde in den darauf folgenden Jahren zum Selbstläufer: Schnell etablierte sich das Festival in der internationalen Jazzszene. Die kontinuierlich steigende Besucherzahl zwang die Veranstalter zum Umzug des Festivals in den Freizeitpark Moers. Doch das Wetter spielte nicht mit, so dass man in den Jahren 1983 bis 1986 die Moerser Eissporthalle nutzte. Seit 1987 findet das Jazz Festival im größten Zirkuszelt Europas wieder im Freizeitpark statt, seit 2006 unter der künstlerischen Leitung von Rainer Michalke.
Auch stilistisch deckt das Programm alljährlich die komplette Bandbreite der improvisierten Musik bis hin zu elektronischen Klängen ab und hat bis Heute nichts von seiner jugendlichen Frische und Experimentierfreudigkeit verloren. Als reines Free-Jazz-Festival entwickelte sich das Festival hin zu einem Festival, das einen "Blick über den Tellerrand" wagt. Neben experimenteller und improvisierter Musik, sind auch anderer Genres neben Jazz vertreten. Keine einseitige Sache, sondern Jazz an der Grenze zu populärer Musik steht in Moers auf dem Programm. Ein Festival, das sich vor Veränderung nicht scheut, sich aber dennoch auf die traditionellen Werte der Jazzmusik stützt. Hier ist Jazz "Zukunftsmusik"!
Das Festival steht als eines der Symbole für Moers als offene Stadt mit einem breiten Kulturangebot und ist eines der wichtigsten Aushängeschilder.
Der Austausch vor und auf der Bühne zwischen Musikern, Publikum und Bürgern ist eine der angenehmen Begleiterscheinungen des Festivals.
Nebenreihe und SonderkonzerteBegleitende "Projekte" an den Vormittagen, bei denen unterschiedliche Musiker gemeinsam improvisieren, gehören seit 1979 zum Festival. Die morning sessions@Tribera führen Künstler aus dem Hauptprogramm zusammen. In unbekannten und täglich wechselnden Konstellationen werden sie nach dem Motto "See what happens!" an drei Orten zusammen spielen. Das Schloss Moers wird dabei beispielsweise Gastgeber für die Improvisationen der "morning sessions" sein. In diesem Jahr finden dann auch Konzerte im Dunkeln statt, so dass Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren und ihren Gedanken Spielraum ohne optische Reize lassen können. Das genaue Nebenprogramm finden Sie auf der Website des Moers Festivals, ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall, da es gerade die Sonderkonzerte sind, die dieses Festival besonders machen.
Aktuelle Infos und Eintrittspreise finden Sie auf den Internetseiten des Moers Festival.
Termindatenbank von Jazzeuregionews, Magazin - Jazz und Anderes