
The Beaux Jangles, Bernd Wurzenrainer Organ-Trio, Jazzkonfekt sind die Bands beim vierten "Swinging Forsthaus" Progamm im Februar.
Da trifft man treibende, soulige, lateinamerikanische Rhythmen und gefällige Melodien des Tasten-Virtuosen an der Hammond-Orgel Bernd Wurzenrainer und seinem Trio. Aber auch die Düsseldorfer „Jazzkonfekt" sprechen für sich. Wie in einer gut sortierten Pralinenschachtel aus einer feinen Confiserie spielen die Fünf vielfältige musikalische Leckerbissen. Und dem Publikum mundet´s seit nunmehr zwölf Jahren.Die dritte Band "The Beaux Jangles" lässt die guten alten 20er und 30er Jahre aufleben. Al Copone lässt grüßen, versprochen.
Unter den deutschen Organisten nimmt Bernd Wurzerainer sicher eine Ausnahmestellung ein. Nur wenige Kollegen sind in so unterschiedlichen Stilrichtungen auf der Orgel (und dem Piano!) zuhause: Ob Evergreens an der Unterhaltungsorgel, ausgefallene Jazzimprovisationen an der Hammond, Lounge-Music am Piano oder gewaltige Arrangements auf den größten Theaterorgeln des Kontinents, in allen Bereichen ist Wurzenrainer ein Meister seines Faches.
Nach der Schulzeit und der Ausbildung eines technischen Berufs wandte er sich der Musikinstrumenten-Branche zu und ist seitdem für namhafte Hersteller elektronischer Tasteninstrumente als Musiker, Produktspezialist, musikalischer Berater und Demonstrator tätig. Seinem Mutter-Instrument, der Orgel, ist Bernd Wurzenrainer stets treu geblieben und ist als Konzertorganist auf Theater-Pfeifen-Orgeln oder als Jazz-Organist auf der Hammond-Orgel an unterschiedlichsten Orten und Veranstaltungen zu hören, wobei er auch in verschiedenen Projekten als Keyboarder und Pianist zu hören ist.
Das Bestreben Wurzenrainers war es immer, seine Instrumente nicht nur perfekt zu beherrschen, sondern sich auch mit den technischen und historischen Hintergründen intensiv auseinanderzusetzen. So ist Bernd heute nicht nur einer der versiertesten Interpreten auf den verschiedenen Orgel-Gattungen, sondern ein ebenso perfekter Kenner der technisch-musikalischen Zusammenhänge der von ihm gespielten Instrumente. Oberste musikalische Maxime ist für Bernd dabei die Vielseitigkeit. Dabei wird er in der Interpretation dem speziellen Charakter des jeweils benutzten Tasteninstruments gerecht, egal ob es sich dabei um eine moderne Unterhaltungsorgel, eine Tonewheel-Orgel, eine Theaterorgel oder ein Klavier handelt. Auf die weiteren musikalischen Aktivitäten dieses Tasten-Tausendsassas darf man gespannt sein.
Mehr über Bernd Wurzenrainer gibt es auf seiner Seite im Netz.
Synthesizer, E-Gitarre, Effekt-Verstärker – „das bleibt ja gar nichts mehr von der eigentlichen Musik übrig", fand Wolfgang Scheelen. Der ausgebildete Vollblutmusiker hatte die Nase voll vom technischen Firlefanz für künstlichen Sound. „Back to the roots" – zurück zu den Wurzeln – beschloss er. So suchte er vor zwölf Jahren Gleichgesinnte, die statt technischer die musikalischen Finessen beherrschten. Mit Manni van Dits. Meinolf Humpert und Peter Issig wurde er fündig und die Formation „Jazz Konfekt" entstand. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Kein Wunder, schließlich handelt es sich bei allen um Profis, die aus ausgebildete Musiker ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben.
„Wir haben Spaß am Musizieren und dem Show-Biz", sagen die Musiker. Das überträgt sich aufs Publikum, ob bei Galas wie Bundespresseball, ob bei Auftritten in renommierten Golfclubs, ob bei der Weltmeisterschaft der Drachenklasse an der Ostsee, bei der sich sogar Königin Silvia im Publikum befand. Denn dank des minimalen technischen Aufwands ist die Band musikalisch, aber auch im wahren Sinne des Wortes mobil. So gehört es zur Spezialität der Band, mitsamt den Instrumenten von der Bühne in den Saal herabzusteigen und mitten im Publikum zu spielen. Das macht nicht nur den Musikern Laune, sondern lässt auch die Stimmung im Saal überkochen. Besonders wenn Hits und Evergreens ertönen. Keineswegs nur dem Jazz hat sich die Formation verschrieben, die seit zwei Jahren, seit nämlich Ulf Seiffert dazu gehört, als Quintett auftritt. Geändert hat sich auch die Firmierung. Wenn auch Jazz nach wie vor zum Repertoire gehört, so ist das Genre doch aus dem Band-Namen verschwunden. „Das grenzt zu sehr ein", sagt Wolfgang Scheelen. Denn Pop und Soul, Dixie und Funk beherrschen die Fünf genauso wie Imitationen von Zarah Leander, Joe Cocker und auch Udo Lindenberg. Aber: „Wir sind keine Tanzkapelle", betont Scheelen; doch die Gäste müssen keineswegs auf den Stühlen verharren, wenn „Konfekt" aufspielt.
Vielseitig wie das Repertoire ist auch die musikalische Besetzung des Quintetts. Bandleader Scheelen zupft die Saiten der Gitarre ebenso gekonnt wie die des Banjos und ist außerdem so versiert auf der Mundharmonika, dass er sogar zum Jazz-Festival in New Orleans eingeladen wird. Meinolf Humpert spielt außer Keyboard und Gitarre auch Posaune, Peter Issig gibt mit Bass und Sousaphon überdimensional tiefe Töne an. Ulf Seiffert sorgt am Schlagzeug für Rhythmus und Takt. Manni van Dits ist versiert an Trompete, Flügelhorn, Ventilposaune und auch sängerisch. Stimmstark sind Meinolf Humpert und Wolfgang Scheelen zwar auch. Doch Mannis Spezialität ist die Imitation, und wenn er „Sonderzug nach Pankow" oder „Wer wird denn aus Liebe weinen" anstimmt, meint man Udo oder Zarah leibhaftig zu hören.
Mehr über "Jazzkonfekt" gibt es auf ihrer Seite im Netz.
"The Beaux Jangles" spielen Cross-Over-Swing, wie die Combo leicht ironisch den ungewöhnlichen Brückenschlag zwischen ihrer Swingmusik, Arrangements von Swinging 80's Hits und eigenen Stücken nennt. Sie sind eine umwerfende Liveband und bestechen durch weltbekannte alte und überraschend neu arrangierte Songs im Swing-Stil der zwanziger, dreißiger und vierziger Jahre, getragen von drei engelsgleichen Stimmen und frech begleitet von einem groovigen Quartett.
Schon der Bandname verrät den Humor der lebensfreudigen, hochmusikalischen Combo: Einerseits verweist er auf den berühmten Tänzer Bill "Bojangles" Robinson, einem berühmten Stepptänzer der Swing-Ära. Andererseits steht der Name für die "schönen schiefen Töne" die der teils englische, teils deutschsprachige Close Harmony Gesang und die eigenen Swing-Arrangements mit sich bringen.
Die Band spielt im Al Capone Look, was besonders durch das Outfit der drei hübschen Frontladies geprägt wird. Kurzum: "The Beaux Jangles" zaubern jeder Zuhörerschaft sofort ein Lächeln ins Gesicht, denn: Swing kicks! So lautet auch der Name des 2009 erschienenen Albums.
Besetzung
Mehr über "The Beaux Jangles" gibt es auf ihrer Seite im Netz.
Zu Gast im „Swinging Forsthaus" am Samstag, 4. Februar 2012
Einlass: 18:00 Uhr - Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Panorama-Etage der Hauptverwaltung von Forst Technology, Schützenstraße 160, 42659 Solingen
Mehr über das Programm und Ticketpreise gibt es auf der Seite im Netz.
| < Zurück | Weiter > |
|---|