Prolog im Schenkel Schoeller Stift 2010

Mit der Rurland Bigband gibt es eine Sternstunde des SwingDie Jazzhouseband entführt in die 50er und 60er Jahre und die Rurland Big Band brennt ein Feuerwerk der Swing Musik ab.

Überall im Schenkel Schoeller Stift in Nierderau spürt man bereits, das etwas großes stattfinden wird. „Seit Wochen probt die Rurland Bigband bei uns im Proberaum, und was ich da gehört habe ist einfach fantastisch“ ist der Leiter Achim Thiem voller Vorfreude, bei der Vorstellung des Programms des Prologs der Dürener Jazztage 2010 am Dienstag den 10. August ab 19:00 Uhr. Das besondere im Schenkel Schoeller Stift ist, das alle Musiker ehrenamtlich auftreten.

Eine Klarinette, ein Saxophon und eine Posaune sind schon im Schenkel Schoeller Stift und künden mit Tenor-Saxophonist der Rurland Bigband Gofwin Werker (l), Jazzclubvorsitzender Rolf Delhougne, Leiter des Schenkel Schoeller Stifts Achim Thiem und Bernd Ohlemeyer vom Jazzclub Düren ein großes Konzert an.Den Auftakt macht in dritten Jahr die Jazzhouseband. Achim Thiem hatte seine Kontakte spielen lassen und mit Rene Esser, Stefan Michalke, Steffen Thormählen und Manni Hilgers vier Heroen der Jazzmusik der Euregio verpflichten können. Die Musik, die sie eint, ist die wohlklingende Jazzmusik der 50er und 60er Jahre. Der Höhepunkt wird aber die Hausband des Schenkel Schoeller Stifts die Rurland Bigband unter der musikalischen Leitung von Dr. Dieter Schäfer sein. Seit sechs Jahren spielen die zwanzig Liebhaber der Swingmusik nun schon zusammen.

„Wir haben immer uns in den Proberaum zürückgezogen und uns Sammy Nestico angenommen. Am bekanntesten ist er sicherlich durch seine Arbeiten als Komponist, Arrangeur und Leiter der Count Basie Band, bei deren Anhören man entweder taub oder tot sein muss, um von ihr nicht freudig erregt frontal umgeblasen zu werden“, schwärmt Tenor-Saxophonist Gofwin Werker. So präsentieren Sie an diesem Abend seine Welthits „Basie Straight Ahead“, „Fun time“ und „Switch in time“. Die Ideen des Count Basie Orchester sind gelten als der Inbegriff von Swing, dass es kein Wunder ist, dass Count Basie maßgeblich an der Jazz-Geschichtsschreibung beteiligt war. Neben Duke Ellington gilt Count Basie als der Papa der BigBand Musik Verstärkt werden die Jungs von der Rurlandbigband von den beiden Sängerinen Inge Lena Neumann und Petra Effern und dem Sänger Martin Veenstra. Man darf wieder auf einen interessanten Big Band Abend gespannt sein.

Mehr über die Rurland Bigband im Netz.

Sammy Nestico

Samuel Lewis „Sammy“ NesticoSamuel Lewis „Sammy“ Nestico, geboren am . Februar 1924 in Pittsburgh, Pennsylvania, ist eine amerikanische Big-Band-Legende im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt wohl keinen Amateur- oder Profi-Big-Band-Musiker auf der Welt, der nicht schon Arrangements von ihm gespielt hat. Nicht zuletzt seine unglaublich fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Count Basie Orchestra machte ihn als Komponist und Arrangeur weltberühmt. Zwischen 1968 und 1984 nahm er mit diesem Ensemble zehn CDs auf. Vier davon wurden mit Grammys ausgezeichnet, darunter seine Meisterwerke „Basie Straight Ahead“, „Hay Burner“ und „Magic Flea“.

In der gleichen Zeit war er als Arrangeur bei Capitol Records engagiert und an zahlreichen Alben beteiligt. Außerdem arrangierte und leitete er die Aufnahmen bekannter Künstler wie Phil Collins, Sarah Vaughan, Bing Crosby, Frank Sinatra und vieler anderer. Der Komponist und Arrangeur Sammy Nestico, der vor allem für Big Bands im Jazz-Bereich tätig ist, gilt als Meister seines Fachs.

Nestico machte sich nicht nur in der Musikindustrie, sondern auch in Film und Fernsehen einen Namen. Er produzierte Filmmusik für die bedeutendsten Filmstudios, wie z. B. für 20th Century Fox, Universal, Paramount und Warner Brothers.

Er wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt von der ASMAC (American Society of Music Arrangers and Composers) und der BBAA (Big Band Acedemy of America). 1998-1999 hatte er eine Professur an der University of Georgia inne. Bis heute hat er fast 600 Hefte im musikpädagogischen Bereich herausgegeben, die in amerikanischen Schulen weit verbreitet sind.

Nach Nestico ist ein Jazzpreis, der Sammy Nestico Award benannt, der jährlich nach einem Kompositionswettbewerb an junge amerikanische Jazzkomponisten verliehen wird.

JazzhouseBand - Eine Hommage an die Jazzmusik der 50er und 60er Jahre

Die JazzhouseBand besteht seit 1996 und ist eine nie spröde aber fantastisch lebendig musizierende Band. Die Idee des Ensembles ist, mit professioneller Besetzung frische Musik zu machen ohne großen technischen Aufwand, wohlklingend, warm und gefühlvoll. Eine Hommage an die Jazzmusik der 50er und 60er-Jahre. In den musikalischen Vita der Musiker der JazzhouseBand liegen viele eigene Projekte aus den Bereichen Weltmusik-, Jazz- und Folklore, Konzerte, CD-Mitschnitte und Sessions mit vielen Besetzungen, die proben, sich formieren, auftreten, und wieder zerfallen. Immer wieder trifft man die alten Kollegen und tauscht sich aus.

Die JazzhouseBand sind

  • Rene Esser – Saxophon
  • Stefan Michalke – Klavier
  • Steffen Thormählen – Schlagzeug
  • Manni Hilgers - Bass

Weitere Informationen im Netz

Rene Esser - Saxophon

Aufgewachsen in der Voreifel - lebt und unterrichtet in Berlin und im Emsland. Autodidakt am Saxophon. Schüler von Josef Lukenic, Gerald Doecke & Jesus Komposch.

Lebt und liebt den unkonventionellen Umgang mit den Künsten und den gewachsenen, zumeist improvisierten Strukturen im Jazz. Kultureller Austausch mit Myanmar / Birma und der VR China seit 1996.

Steffen Thormählen - Schlagzeug

Jazz-Studium in Maastricht. Tourneen, Festivals und Workshops europaweit, im Maghreb, Nahen Osten, in Süd-Ost-Asien und den USA. Arbeitet stilistisch von Singer / Song- writer über Rhythm´n Blues, Big-Band-Drumming bis zu Avantgarde-Jazz.

CD-Produktionen mit Reinhard Mey, Manfred Leuchter und Carlo Nardozza u.a.

Preisträger Euregio Jazzpreis 2004, Gewinner Blue-Note Festival Gent (Belgien) 2005, Jerry van Rooyen Award (Niederlande) 2006

Stefan Michalke - piano

"He makes the piano sing… " (Sheila Jordan)

Stefan Michalke wurde in Köln geboren und bekam schon früh erste musikalische Einflüsse durch das Klavierspiel und die Organistentätigkeit seines Vaters. Nachdem er klassischen Klavierunterricht bekam folgten bald erste Kompositionen und Improvisationen. Er spielte in verschiedenen Rockbands und interessierte sich zunehmend für Jazzmusik.

Zwischen 1989 und 1994 studierte er Jazzklavier am Conservatorium Maastricht.

Seitdem hat er zahlreiche CDs veröffentlich, davon 4 CDs mit ausschließlich Eigenkompositionen in unterschiedlichen Besetzungen. Als Jazzpianist unternahm er Konzertreisen nach Osteuropa, Asien, Brasilien und die USA und tourte bereits mehrfach mit der legendären New Yorker Jazzsängerin Sheila Jordan.

Stefan Michalke lebt als freier Musiker und Komponist in Aachen, spielt in unterschiedlichen Bandprojekten und unterrichtet an verschiedenen Musikschulen.

Mehr im Netz

Manni Hilgers -Kontrabass

Manfred Hilgers, Jahrgang 1959, begann seine musikalische Laufbahn im Alter von acht Jahren am Klavier, wo er klassischen Unterricht genoss. Mit 13 wechselte er dann zur Gitarre und kurz darauf zum E-Bass. Nun begann er auch in Bands zu arbeiten, unter anderem spielte er mit in der Band „Page 1“ um den damals 16 jährigen Christoph Erbstösser. Am Saxophon, ganz neu in der Gegend, Martin Fredebeul.

Nach einem für Manfred oder auch Manni Hilgers eingeschlagenen „Irrweg“ über ein Maschinenbaustudium, begann er dann 1983 Kontrabass zu spielen und studierte von 1984 – 1990 an der Musikhochschule Köln bei Jürgen Tomasso klassischen Kontrabass. Seine Neigung zum Jazz wurde hier stark auch durch Wolfgang Engstfeld und dessen Schüler Romano Schubert und Claudius Valk gefördert. Begleitend zum Klassikstudium hatte er Unterricht bei Gunnar Plümer, Dieter Manderscheid und N. H. Oersted Pedersen. Manfred Hilgers wirkte bei zahlreichen CD-Produktionen mit. Unter anderem mit Heribert Leuchter, Manni Leuchter, Reinhard Mey, Toots Thielemanns und Bobby Millitello.

Seit 1996 spielt er in der Band der bekannten Schauspielerin Petra Welteroth. Er ist Bassist bei Salon Rouge, der Aachen Big Band und Gründungsmitglied der Klezmergruppe Dance of Joy. Seit vielen Jahren arbeitet er mit John Emms, John Marshall und Jochen Brauer in einer Band zusammen. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in den Niederlanden in der Nähe von Aachen.

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