
Auf der Suche nach der Seele des Jazzvibraphonisten und Mitgliedes des Modern Jazz Quartets (MJQ) Milt Jacksons. Sein Spitzname: Bags
Von 1955 bis 1965, der hohen Zeit des MJQ war er in aller Munde. Er war der Zauberer auf dem Vibraphon – „Wizard of the vibes2, wie Alfred Lion, der Begründer des Blue Note Labels ihn auf einer 25 cm Schallplatte nannte.
Seine dahinfließenden Improvisationen begeisterten besonders die Fans in Europa. Man jubelte, Bach und Jazz haben sich zu einer musikalischen Einheit gefunden. Hans-Jürgen Winkler schrieb damals von einem Mythos, sogar von einem Missverständnis, denn man schritt in MJQ – Konzerten zum Sitzplatz, vermied das Rascheln des Programmheftes.....und Zustimmung fand die Musik durch einen akademisierten, sanft dahingleitenden Beifall.
„Wenn Du nicht seine geistige spirituelle Seite verstehst, hast Du nicht den ganzen Jazz“ (Jimmy Heath, Tenorsaxophonist, Philadelphia)
„Jazz ist der Kosmos, ist alles. Du bist der Jazz, es ist alles in Dir“ (Sun Ra, Free-Jazz-Musiker)
„Ich bin erstaunt, dass es Jazz nicht schon immer gegeben hat. Nichts ist intensiv genug es sei denn vielleicht, es ist Jazz.“ (Jean Cocteau, Dichter)
„Jazz is shit!” (Johnny Griffin)
„Jazz ist, was zwischen Dir und mir geschieht, ist Liebe“ (Teddy Wilson)
„Wenn Du es nicht gelebt hast, kommt es nicht heraus aus Deinem Horn“ (Charlie Parker, Tenorsaxophonist)
„Jazz ist schwarze Musik.“ (Archie Shepp)
„Jazz ist ein Wort des weißen Mannes.“ (Miles Davis)
„Jazz ist, warum dieses Jahrhundert anders klingt als andere.“ (Dizzy Gillespie, Trompeter)
„Jazz ist der Klang des Universums." (Sun Ra)
„Jazz ist Freiheit!“ (Archie Shepp)
„Jazz ist die Freiheit, viele Formen zu haben.“ (Duke Ellington, Pianist)
„Jazz ist wahrscheinlich die einzige heute existierende Kunstform, in der es die Freiheit des Individuums ohne den Verlust des Zusammengehörigkeitsgefühls gibt.“ (Dave Brubeck, Pianist)
„Jazz ist ... eine Feier alles Lebenden und Atmenden .... eine Kampfansage an den Tod .... eine Weigerung unterzugehen, ein eigensinniges Anklammern, ein Lobgesang an den Blutkreislauf, ein Hosianna auf die Schweißdrüsen, ein Hymnus auf den Magen, der schmerzt, wenn er leer ist.“ (Mezz Mezzrow)